Hier kommen alle Infos zur Leukose nach und nach rein.
Gaskell und Benett: Infektionskrankheiten bei Hund und Katze, Berlin 1999.
Die feline Leukämievirusinfektion
Ursache:
Retrovirus aus der Typ-C-Subgruppe der Oncoronaviren
In Deutschland wird häufig der Begriff Leukose für die FeLV-Infektion verwendet, doch eine Leukose ist eiegtnlich ein Tumor der weißen Blutkörperchen und wird in den meisten Fällen nicht durch FeLV verursacht (ich schreib trotzdem weiter Leukose
)
Übertragung:
Erfolgt vor allem über Verdauungsapparat über Speichel, Harn, Kot und Milch. Durch enegen Kontakt oder gegenseitiges Belecken.
Viele Katzen reagieren mit einer Immunantwort, die das Virus in dieser Phase (Replikation, Ausbreitung im Lymphgewebe, vorzugsweise im Knochenmark) eliminieren kann. Eine latente Infektion des Knochenmarks kann aber trotzdem auftreten.
Eine ausgedehntere Virusreplikation im Knochenmark kann eine Virämie (ich glaube das heißt Virus gelangt ins Blut) und die Ausbreitung der Infektion verursachen. In dieser Phase (in dieser Phase war Gandhi) kann eine effektive Immunantwort die aktive Infektion noch verhindern, sie löst eine transiente Virämie aus, die zwei Tage bis 8 Wochen anhält.
Einige Katzen eliminieren das Virus jedoch nicht. (Klingt nach wenigen) Sie sind persistierend infiziert, erkranken klinisch und sind Hauptinfektionsquelle für andere Katzen.
Jetzt wird’s interessant:
Die Empfänglichkeit von Jungtieren für eine Infektion sinkt deutlich mit dem Alter, so dass eine persistierende Infektion (entspricht dauerhafter Infektion) nur bei ungefähr einer von fünf, also 20 % der Katzen über 16 Wochen ensteht!
Dies ist auch abhängig von der aufgenommenen Virusdosis! In Haushalten mit vielen Katzen können 30 % der Jungtiere persistierend infiziert sein. Immernoch nur 30 % nicht 80%!!!!!!!!!!
Die latente Infektion: Fast die Hälfte der Katzen, die sich von einer FeLV- Infektion erholen, haben eine latente Infektion des Knochenmarks (Virus zieht sich ja häufig in Knochenmark zurück und ist dann mit ELISA-Test nicht mehr nachzuweisen). Diese Katzen sind selten eine Infektionsquelle. Es kann jedoch auch so das Virus zur Replikation angeregt werden, z. B. durch Behandlung mit Kortikostereoiden. Auch die latenten Infektionen werden gewöhnlich eliminiert. Circa 10 % der Katzen können jedoch mindestens für 3 Jahre latent infiziert sein!
Was sagt ihr dazu? Versteh ich da was falsch oder hat meine Gandhi und alle anderen Leukosekatzen eine sehr große Chance gesund zu werden?
weitere Hochschulschriften:
Autor/-in Brunner, Konstanze
Titel Die Therapie der felinen Leukämievirusinfektion mit 3’-Azido-2’,3’-dideoxythymidin und humanem Interferon-α2a bei FeLV-infizierten Katzen / vorgelegt von Konstanze Brunner
Impressum München, 2001
Umfang 161 S. : Ill.
Hochschulschrift Diss. Univ. München, 2001
Autor/-in Ruckstuhl, Nadja S.
Titel DNA-Vakzinierung gegen die FeLV-Infektion mit Interleukin-12 als Adjuvans / von Nadja S. Ruckstuhl
Impressum Zürich, 2000
Umfang 123 S. : Ill.
Notiz Am Kopf der Titelseite: Departement für Innere Veterinärmedizin, Universität Zürich, Veterinärmedizinisches Labor
Hochschulschrift Diss. vet.-med. Univ. Zürich, 2000. – Ref.: H. Lutz, M. Ackermann
Links:
http://www.katzennothilfe.de/felidae/pinboard/gesundheitstipps/leukose.htm
http://www.katzen-buch.de/katzenkrankheiten/felv-leukose.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Katzenleuk%C3%A4mie
http://www.loetzerich.de/Gesundheit/Leukose__Leukamie_/leukose__leukamie_.html
http://www.tierservice.com/deutsch/tiergesundheit/katze/gesund_katze/leukose.asp
http://www.rassekatzen-stuttgart.de/html/leukose__felv_.html